Sicherlich habt Ihr im Park schon einmal Menschen beim „Slacklinen“ beobachten können. Die Sportart ist ganz eindeutig auf dem Vormarsch und gewinnt zunehmend an Beliebtheit. Wir haben für euch eine Zusammenfassung zum Thema Slackline verfasst – natürlich mit Tipps und Kniffen wie Ihr selber starten könnt. So nutzt Ihr den Sommer statt ihn zu verschlafen!

Was ist eine Slackline überhaupt?

Slackline bedeutet frei übersetzt „lose Leine“. Eine relativ breite Leine (zwischen 2,5 und 5 cm breit) wird im Park zwischen bei Bäume gespannt und anschließend wird auf ihr balanciert. Je breiter die Leine desto leichter wird Euch das Balancieren anfangs fallen. Das Ganze findet dabei nicht etwa in schwindelerregenden Höhen statt, sondern knapp über dem Boden bis maximal 50 cm Höhe. So ist die Verletzungsgefahr sehr gering.

Slacklinen im Park

Slacklinen erfreut sich wachsender Beliebtheit bei Jung & Alt

Das Slacklinen entstand in den 70er Jahren durch Kletterer im Yosemite Nationalpark in Amerika. Die Kletterer langweilten sich an Regentagen häufig und fingen an, auf Absperrbändern zu balancieren. Der Grundstein für die heutige Trendsportart Slackline war gelegt. Heutzutage kann man in Parks und Gärten schon viele dabei beobachten, denn Slacklinen hat Suchtpotential.

Was gehört zur Ausrüstung dazu?

Slackline Ausrüstung

Praktisches Einsteiger-Set mit Slackline, Tragetasche, Hilfsseil und Baumschutz

  • Eine Slackline
  • Eine Ratsche zum Festzurren
  • Ein Hilfsseil zum Festhalten für den Anfang
  • Baumschutz
  • Eine Aufbauanleitung
  • Im besten Fall eine Tragetasche

Das alles bekommt Ihr im praktischen Slackline Set. Das angebotene Set ist perfekt für Einsteiger geeignet, denn die Slackline ist 50 cm breit, was einen festeren Stand ermöglicht und nur 15 Meter lang. Zusätzlich gibt es ein Hilfsseil, was zwischen die Bäume gespannt wird, so dass Ihr Euch gut daran festhalten könnt. Vor allem am Anfang wird euch das eine große Hilfe sein. Auch die detaillierte Aufbauanleitung ist von Vorteil, denn der Aufbau der Slackline muss sorgfältig und genau durchgeführt werden, um Unfälle zu vermeiden. Um die Natur zu schützen sind im Set noch zwei praktische Baumschoner aus Filz enthalten. Diese bringt ihr zwischen Baum und Slackline an, um die Rinde und somit die Natur zu schonen, sei es in eurem eigenen Garten oder im Park.

Was bringt das Slacklinen?

Bei einer Slackline ist die Leine, im Gegensatz zum Seiltanz beispielsweise nicht straff gespannt. Sie gibt dem Körpergewicht nach und verhält sich dadurch sehr dynamisch. Das verlangt Euchein ständiges Ausgleichen der Balance ab, was viel leichter klingt als es ist.

Auf den Punkt gebracht bedeutet das, Slacklinen trainiert Eure Körperbeherrschung, die Konzentrationsfähigkeit und den Gleichgewichtssinn enorm. Diese Eigenschaften bringen auch in anderen Sportarten große Vorteile mit sich. Wer viel auf der Slackline balanciert, dem fallen Skifahren, Snowboarden, Kampfsportarten und Klettern leichter. Zudem macht es großen Spaß. Wer einmal angefangen hat und erste Erfolge verzeichnet hat, der wird so schnell nicht wieder aufhören wollen.

Aufbau der Slackline

Der Aufbau ist dank detaillierter Anleitung nicht schwer. Im Beispiel unseres Slackline-Sets dauert es nur wenige Minuten die Slackline zu spannen.

  1. Die Slackline selbst schlingt Ihr um einen Baum und führt sie durch die Befestigungsschlaufe.
  2. Nun legt Ihr die Ratsche um einen anderen Baum in Reichweite und führt sie ebenfalls durch die Schlaufe. Achtet darauf, dass nichts verdreht ist und Ihr die Baumschutz-Unterlagen verwendet.
  3. Wenn Ihr den Ratschenhebel mehrmals betätigt spannt sich die Slackline.
  4. Zieht nun den Sicherheitshebel an der Ratsche nach oben und den Ratschenhebel nach unten.
  5. Danach müsst Ihr unbedingt überprüfen, ob Sicherungshebel und Sperrklinke eingerastet sind.
  6. Anschließend können Einsteiger und Neulinge des Slackline-Sports noch das Hilfsseil weiter oben an den Bäumen befestigen.

Fertig! Das Ganze könnt Ihr Euch im folgenden Video nochmal genau anschauen:

Wir zeigen Euch, wie leicht der Aufbau Eurer Slackline ist

Wie fängt man an?

Aller Anfang ist schwer. Zu Beginn mag Euch das Slacklinen schier unmöglich vorkommen, denn die Leine wackelt bei den ersten Gehversuchen meist sehr stark. Wenn man allerdings ein wenig probiert sein Gewicht richtig zu verlagern, kann man schnelle Erfolge verzeichnen. So kann man nach einem Tag Training bereits auf der Slackline stehen und erste, wenn auch noch wacklige Schritte machen. Nach etwa einer Woche Übung kann man trittsicher auf der Slackline eine Bahn entlangspazieren. Hierbei handelt es sich um Richtwerte, natürlich kann es auch länger dauern bis man eine gewisse Balance erreicht. Wenn Ihr genug Übung habt, könnt Ihr sogar damit beginnen kleine Kunststücke auf der Slackline zu versuchen. Das sieht beeindruckend aus und fördert zusätzlich eure Körperbalance und –spannung.

Kunststück auf der Slackline

Für Fortgeschrittene sind Kunststücke eine neue Herausforderung auf der Slackline

Tipp: Nehmt Euch einen Helfer mit, der Euch hilft auf der Slackline die Balance zu wahren. Vielleicht habt Ihr ja einen Freund oder eine Freundin, die ebenso gern auf der Slackline balancieren lernen wollen. Zu zweit macht es sicher gleich viel mehr Spaß und Ihr könnt Euch abwechseln.

Sicherheitshinweise

Wie bei allen Sportarten gibt es auch hier Hinweise, die Ihr beachten müsst. Slacklinen ist ein Sommersport. Wenn es regnet oder stürmt, verzichtet zu Eurer eigenen Sicherheit auf die Trainingseinheit und wartet auf besseres Wetter. Wenn Kinder sich für den Sport interessieren, sollten sie nie ohne Aufsichtsperson balancieren. Ein weicher Untergrund wie Rasen oder Sand eignet sich besser, als beispielsweise Schotter. Solltet Ihr mal fallen, schlagt Ihr Euch so nicht gleich die Knie auf. Ebenfalls von Vorteil ist ein Aufbau in niedriger Höhe. Experten empfehlen eine maximale Höhe von 50 cm, optimal eignet sich der Aufbau in Kniehöhe.

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